Was bringt dieser Zeltratgeber?

Ein Zeltratgeber bietet genau die Informationen die nötig sind, um für jede Art von Outdoor-Urlaub genau das passende Zelt zu finden. Wichtige Informationen helfen dabei, das Zelt zu finden, das den Anforderungen gerecht wird. Durch jahrelange Erfahrungen mit unterschiedlichen Zelten und Materialien sind wir in der Lage, entsprechende Empfehlungen und Tipps für Ihren Outdoor-Urlaub zu geben. So schützen Sie sich vor einem ärgerlichen Fehlkauf und einem Urlaub, der nicht so verläuft, wie man es sich zuvor gedacht hat.

Zeltkonstruktionen

Tunnelzelt

Für die Konstruktion eines Tunnelzeltes, wird mindestens ein Gestängebogen verwendet. Das Tunnelzelt muss zudem, wie normale Zelte auch, durch mindestens vier Heringe gesichert werden. Um das Zelt gegen Wind zu stabilisieren, ist es ratsam Abspannleinen seitlich am Gestängebogen, an der Front und an der Rückseite zu befestigen. Auf ihre Größe gesehen, haben Tunnelzelte ein relativ geringes Gewicht und bieten die beste Raumnutzung. Der Auf- und Abbau geht sehr schnell vonstatten, da das Innenzelt einfach im Zelt hängen bleiben kann.

Bei Bedarf kann es aber auch herausgenommen werden. Nach Einschieben des Gestänges und Formung der Bögen, werden beide Gestängeenden in die Vorrichtungen (Ring-Pin) gesteckt. Danach lässt sich das Zelt ganz einfach wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen. Nach dem Sichern der Front und der Rückseite durch zwei Heringe, steht das Zelt bereits stabil. Wird Wind aus verschiedenen Richtungen erwartet, sind Tunnelzelte gründlich abzuspannen. Häufig werden Tunnelzelte für normales Camping verwendet, jedoch sind Sie auch wegen ihrer Leichtigkeit für Trekkingtouren geeignet. Familienzelte haben oftmals die bekannte Tunnelform.

Tunnelzelt
Tunnelzelt

Kuppelzelt

Kuppelzelt
Kuppelzelt

Das Kuppelzelt ist der Prototyp unter den Trekking- und Camping-Zelten. Die Konstruktionsweise hat sich als zuverlässig und stabil bewährt. Beim typischen Kuppelzelt überkreuzen sich zwei Gestängebögen in der Mitte der Konstruktion. Etwaige Vorräume werden über eine dritte Stange (Gestängebogen) realisiert. So entsteht eine sich selbst stabilisierende, kuppelartige Zeltkonstruktion. Im Gegensatz zum Tunnelzelt, kann das Kuppelzelt von alleine stehen. Da nur zwei Gestängebögen eingeschoben werden müssen, erweist sich der Auf- und Abbau als äußerst einfach. Eventuell ist es für manche aber als Nachteil zu werten, dass das Raumangebot des Kuppelzeltes geringer ausfällt als bei Tunnelzelten. Zudem ist das Kriechen beim Begehen notwendig, da Kuppelzelte kaum eine Stehhöhe von 1,80 Metern haben. Dies kann bei langen Campingaufenthalten anstrengend werden.

Es ist hervorragend als Campingunterkunft für Wochenenden geeignet, wofür das Kuppelzelt auch oft Verwendung findet. Ist kein Regen in Sicht, kann im Sommer für eine gute Durchlüftung gesorgt werden, solange nur das Innenzelt errichtet wird. Ferner sind Kuppelzelte für Fahrrad-, Motorrad- oder Trekkingtouren geeignet und dienen auf Festivals häufig als Schlafplatz.

Geodät-Zelt

Bergsteiger und Alpinisten setzen auf Geodät-Zelte. Sie sind äußerst sturmsicher und die erste Wahl, wenn mit schlechtem Wetter gerechnet wird. Vom Prinzip her den Kuppelzelten zugehörig, liegt der Unterschied oft in der Mehrzahl der Gestängebögen, welche die Konstruktion sichern. Je nach Geodät-Zelt werden mehrere Kuppeln von drei bis sechs sich kreuzenden Stangen gebildet. Das unterteilt die Außenfläche des Zeltes in viele kleine Flächen, was die Wind- als auch Gesamtstabilität enorm steigert.

Der Begriff Geodät hat seinen Ursprung im mathematischen Konzept der geodätischen Linie, welche die kürzeste Verbindung zweier Punkte auf gekrümmter Fläche bezeichnet. Das Geodät-Zelt hat die Eigenschaft ganz von alleine zu stehen. Sogar Schneelasten können von der Zeltkonstruktion problemlos getragen werden.

Geodät Zelt
Geodät-Zelt

Zeltarten

Familienzelt

Gerade Kinder sehen Camping als einmaliges Abenteuer. Familienzelte bieten viel Sicherheit, damit der Familienurlaub in freier Natur glatt läuft, auch wenn es schlechtes Wetter gibt. Üblicherweise verfügen Familienzelte eigens über ein Vorzelt, welches als zusätzlicher Stau- und Wohnraum dient. Familienzelte sind vor allem dann sehr empfehlenswert, wenn eine größere Personengruppe zusammen auf Reisen geht. Die Zelte sind darauf optimiert, hohen Komfort bei langen Standzeiten zu bieten und weisen darüber hinaus viele Ausstattungsmerkmale auf. Manche Modelle besitzen Panoramafenster oder nützliche und durchdachte Gadgets wie Kabeldurchlässe, Innenkabinen als auch Wäschestangen. Die Montage von Schlafkabinen funktioniert über Clip-Systeme, was ermöglicht, sie bei Bedarf auch ganz wegzulassen. Familienzelte haben einen umfangreichen Innenraum mit guter Stehhöhe, sodass es auch bei regnerischem Wetter sehr gemütlich ist.

Familienzelt
Familienzelt

Trekkingzelt

Was genau verstehen Kenner eigentlich unter einem Trekkingzelt? Was sind die Unterschiede zum normalen Zelt und worauf gilt es zu achten?

Tatsächlich adressiert der Begriff nur das Einsatzgebiet des Zeltes, nicht aber um welchen Zelttyp es sich handelt. So können Tunnelzelte, Geodät-Zelte aber auch klassische Kuppelzelte als ein Trekkingzelt verstanden werden. Die Erwartungshaltung an Trekkingzelte ist aber ganz eindeutig; Sie müssen einen soliden Begleiter für echte Trekkingtouren abgeben. Also in punkto Gewicht, Stabilität, Wetterbeständigkeit und beim Packmaß Eigenschaften aufweisen, die sie für eine solche Reise unverzichtbar machen.

Der Faktor, der bei allen Zelten den Ton angibt, ist immer das Gewicht. Es beeinflusst alle anderen Leistungsmerkmale, von der Traglast bis hin zur Stabilität und Langlebigkeit. Hersteller haben bezüglich des Gewichts in den letzten Jahren große Innovationen auf den Markt gebracht. Das Gewicht der Materialien wurde stark reduziert, wobei die Widerstandsfähigkeit erhalten blieb. Durch diese materialtechnologischen Entwicklungen ist es möglich, unter dem üblichen Gewicht von 1,5 Kg pro Person zu bleiben. Zu beachten ist jedoch immer, dass die Wassersäule, also der Grad der Wasserabweisung, niedriger ist, je dünner und leichter die Stoffe sind.

 

Trekking Zelt
Trekkingzelt

Als nächstes sollte das Packmaß betrachtet werden. Es ändert sich ebenfalls essenziell im Verhältnis zum Gewicht. Ausgedehnte Trekkingtouren erfordern mehr Material als nur ein Zelt, daher sollte dieses so wenig wie möglich an Tragevolumen belegen, ganz unabhängig von der Verteilung der Last auf die Trekkingteilnehmer. Wasserresistente Packsäcke bieten zudem einen optimalen Transportbehälter. So braucht man sich bei ausgedehnten Touren nicht vor spontanen Dingen, wie einer sich anbietenden Kanutour, nicht fürchten. Zudem ist das Zelt vor unerwarteten Regenschauern geschützt.

Gewichtlast und Komfort entscheiden zudem mit, ob das Zelt über ein Vorraum verfügen sollte. Zelte mit Vorraum sind klare Komfort-Sieger. Sie verfügen über mehr Stauraum, den Trekker für Schuhe, Taschen und Rucksätze nutzen können. Überdachtes Kochen ist auch möglich, was sich gerade bei Regenwetter als äußerst komfortabel zeigt.

 

Stabilität weiß jeder Trekker zu schätzen

Es hängt zwar immer von den persönlichen Ansprüchen ab, doch wer beispielsweise Berghöhen von 2000 Metern bei seinen Trekkingtouren übertrifft, muss gegen hohe Windstärken gerüstet sein. Spätestens hier unterscheiden sich die Konstruktionsarten der Zelte deutlich. Ihre Vor- und Nachteile sollten hier auch die Kaufentscheidung determinieren.

Abschließend kann man festhalten, dass die Kaufentscheidung bei Trekkingzelten immer den eigenen Bedürfnissen untergeordnet sein sollte. Komfort oder Gewicht stehen sich dabei gegenüber und was Ihnen wichtiger ist, sollte sich an der Art Ihrer Trekkingtour bemessen. Der ein oder andere Kompromiss ist unvermeidbar, aber mit diesem Vorwissen sollte sich ein Bedarfsgerechtes Zelt schnell finden lassen.

Campingzelt ohne Stehhöhe

Einsteigerzelte weißen in der Regel keine Stehhöhe auf. Diese Campingzelte sind für Personen geeignet, für die das Gewicht und damit auch Robustheit und Packmaß keine übergeordnete Rolle spielen. Gerade wer eine günstige Alternative zu hochpreisigen Zelten sucht, wird hier fündig. Die Wassersäule entspricht bei diesen Produkten der Norm und die Ausstattungen sind auf ein Minimum reduziert.

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Pop-Up- und Wurfzelte

Pop-Up-Zelte bzw. Wurfzelte sind Garanten für einen blitzschnellen Aufbau. Ihr Packmaß ist etwas unpraktisch, da sie zwar sehr flach aber doch wagenradrund verpackt sind. Für den Aufbau muss weder ein Über- oder Unterzelt konstruiert, noch ein Gestänge eingeschoben werden. All diese Elemente befinden sich zuvor schon an der entsprechenden Stelle. Der Abbau erweist sich am Anfang meist etwas kompliziert, da es nur eine bestimmte Falttechnik gibt. Hierfür findet man bei Youtube aber meist nützliche Abbauvideos. Wenn man den Dreh einmal raus hat, geht der Abbau fast genauso schnell wie der Aufbau. Das Gestänge ist dabei die ganze Zeit über fest im Zeltmaterial vernäht. Wurfzelte sind wegen der Zeitersparnis bei Angler, Festivalbesucher und Wochenendcamper hoch im Kurs.

Pop-Up- und Wurfzelte
Pop- Up und wurfzelte

Bus- und Wohnwagenzelte

Campingurlaub im klassischen VW-Bus oder mit einem Wohnwagen, sind sehr komfortable Reisen. Der Wohnwagen sowie der Bus können mit einem Zelt ganz einfach um mehr Wohnfläche erweitert werden. Spezielle Vorzelte bieten genau das an und geben die Möglichkeit, einen Vorraum als z.B. Esszimmer zu gestalten. Es kann auch als Lager- oder Stauraum auf dem Campingplatz fungieren. Sie verfügen über einen bis mehrere Eingänge, die immer in einem Raum mit angenehmer Stehhöhe münden. Manche Modelle verfügen optional über einen Boden oder auch zusätzliche Schlafkabinen. Auch qualitätsseitig sind keine Grenzen gesetzt. Die Vorzelte gibt es mittlerweile in allen möglichen Ausführungen. Egal ob Stahlgestänge, Luftkanal oder ein einfaches Fiberglas, es gibt nichts was es nicht gibt. Die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Varianten entsprechen ziemlich genau denen des Familienzeltes.  

Bus- und Wohnwagenzelt
Bus- und Wohnwagenzelte
  • Worauf gilt es also primär zu achten? Hier trifft eine Besonderheit zu, es gilt nämlich zunächst einmal das richtige Befestigungssystem zu ermitteln. Dafür stehen verschiedene Optionen zur Auswahl:
  • Der Klappsauger: Er ermöglicht einen zügigen Auf- und Abbau, indem die Schleuse ganz einfach mithilfe der Klappsauger auf dem Dach des Fahrzeugs befestigt wird. Dies ist vor allem sehr hilfreich, wenn keine Kederschiene am Fahrzeug ist.
  • Der  Magnetadapter: Er verspricht eine noch schnellere Anbindung an das Fahrzeug. Er verbindet sich ebenmäßig mit dem Blechdach und kann mit einem Keder mit dem Zelt verbunden werden.
  • Die Kederschiene: Verfügt das Fahrzeug über eine Kederschiene, kann die Schleuse des Zeltes einfach in diese eingezogen werden. Mittlerweile gibt es praktische Kederadapter. Diese sorgen dafür, dass man mit dem Fahrzeug, welches mit dem Vorzelt verbunden ist, einfach wegfahren kann ohne dass man das komplette Zelt abbauen muss. Kommt man zurück, können Zelt und Fahrzeug wieder über den Adapter verbunden werden. Somit erspart man sich  aufwändiges Einfädeln beim Verlassen und Wiederkehren.
  • Die Reling-Befestigung: Hat das Fahrzeug eine ganze Dachreling, werden dort einfach die vernähten Klettverschlüsse angebracht.

Vor dem Kauf von Wohnwagen- oder Busvorzelten, sind also die Befestigungsmöglichkeiten am Transportmittel genau zu überprüfen. Wer sich zudem eine entspannte Ankunft im Urlaub sichern möchte, sollte einen ersten Testlauf des Aufbaus zuhause starten.

Pavillons

Gerätezelt

Gruppenzelt

Tipizelte

Pavillon
Pavillons
Gerätezelt
Gerätezelt
Gruppenzelt
Tipizelt
Tipizelt

Außenzelt – Materialien

Polyesterzelte

Der größte Vorteil beim Polyester-Zeltmaterial ist, dass das Material leicht ist (ca. 70-80 g/m²) und eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit bietet. Polyester dehnt sich nicht bei Nässe, hat hohe UV-Beständigkeit und verrottet nicht. Beim Aufbau sowie bei stärkerem Wind können Raschelgeräusche auftreten.

Baumwollzelte/Baumwollmischgewebe (Polycotton)

Baumwolle vermittelt ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit. Im Sommer bleibt es angenehm kühl, in kälteren Monaten speichert Baumwolle die Wärme. Ein Zelt aus hundertprozentiger Baumwolle ist sehr atmungsaktiv. Baumwolle nimmt Regenwasser auf, das Material dehnt sich aus, und es gibt kein Durchtropfen. Sollten Sie aber von innen gegen die Zeltwand kommen, kann die Nässe durchdringen. Ein kleiner Nachteil ist das hohe Gewicht des Zeltmaterials, das bei Regen nochmals steigt. Die Trocknung des Materials dauert länger als bei Polyester und Nylon. Baumwolle kann imprägniert werden, so erhöht sich die Lebensdauer. Baumwolle besitzt eine höhere UV-Beständigkeit als Kunstfaser. Das Zeltklima im Familienpalast aus Baumwolle ist um einiges besser als bei Kunstfaserzelten. Eine Alternative zum reinen Baumwollzelt ist PU-beschichtetes Baumwollmischgewebe. Es verbindet die Vorzüge des Naturstoffes Baumwolle mit denen pflegeleichter, synthetischer Gewebe. Hierbei verwenden die Hersteller einen unterschiedlichen Kunstfaseranteil von 30 bis 40 Prozent. Polycotton-Zelte trocknen schneller als reine Baumwoll-Zelte. Feuchtigkeit dringt auch bei Berührung von innen nicht mehr ein.

Nylonzelte / Ripstop-Nylon-Zelte

Nylon ist noch leichter als Polyester (ca. 60-70 g/m²) und besitzt eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit. Das Material verrottet nicht und bietet einen noch höheren UV-Schutz als Polyester. Das Material dehnt sich aber bei Nässe und muss bei Regen öfter nachgespannt werden.

Bei Ripstop-Nylon (Polyamid) wird innen und außen eine Silikon- oder PU-beschichtung eingesetzt. Dadurch verbessert sich die UV-Beständigkeit und Reißfestigkeit. Ripstop-Nylon wird nicht nur im Zeltbau benutzt, sondern auch bei Fallschirmen und Segeln aufgrund des guten Gewichts- und Stabilitäts-Verhältnisses.

Materialarten von Outdoorzelten - Pro und Contra

Baumwolle

Polyester

Nylonzelt

 höhere UV-Beständigkeit

 angenehmes Klima

 extrem Reißfest

 sehr schwer

 teuer

 braucht bis es trocken ist

 direkt trocken

 leicht

 pflegeleicht

 Reißfest

 günstig

 UV-Licht anfälliger

 heizt sich schnell auf

 Raschelgeräusche bei Wind

 extrem leicht

 extrem Reiß- und Scheuerfestigkeit

 Material dehnt sich bei Nässe

 sehr teuer

Beschichtungen

Zelte mit PU-Beschichtung

Die PU-Masse wird mit einer dünnen Schicht auf den Zeltstoff aufgetragen. Die Dicke der PU-Schicht wird in g/m² gemessen und variiert je nach Wassersäule beziehungsweise wird die PU-Beschichtung in mehreren Schichten auf den Zeltstoff aufgetragen. Dadurch können Wassersäulen zwischen 800 mm und 10.000 mm entstehen. Mit vorgefertigten PU-basierten Nahtdichtungsbändern können dann auch PU-beschichtete Zelte komplett nahtversiegelt werden und erreichen so eine hundertprozentige Wasserdichtigkeit.

Zelte mit Silikonbeschichtung

Das Silikonisieren des Zeltmaterials erhöht im Gegensatz zu anderenBeschichtungen die Reißfestigkeit und den UV-Schutz des Gewebes. Die Silikon-Beschichtung wird oft bei Zelten aus sehr dünnen und sehr leichten Materialstoffen eingesetzt. Silikon-beschichtete Zeltstoffe können nicht mit Nahtdichtungsbändern getaped werden. Die Nähte müssen mit einem Nahtdichter verdichtet werden.

Material PU

PRO

  • günstig
  • Nähte lassen sich vertappen

CONTRA

  • höheres Gewicht
  • weniger UV beständig

Material Silikon

PRO

  • leicht
  • hohe UV-beständigkeit
  • erhöht die Reißfestogkeit

CONTRA

  • Nähte nicht vertappt
  • Kostentreiber bei einem Zelt ist die höhe der Wassersäule

Gestänge – Materialien

Das Gestänge ist das Skelett eines jeden Zeltes. Je nach Anforderung, Größe und Preisklasse werden unterschiedliche Materialien verwendet. Bei Trekking- und kleinen Camping-Zelten sind es flexible Gestänge aus Aluminium oder Fiberglas, deren einzelne Elemente im Innern mit einem Gummiseil verbunden sind. Massivere Gestänge aus Aluminium oder Stahl findet man bei großen Campingzelten mit Stehhöhe. Die neuste Entwicklung sind Luftkammern zum Aufpumpen.

Fiberglasgestänge

Fiberglasgestänge werden in Zelten der niedrigeren Preisklassen verwendet. Eine Gewebeummantelung erhöht die Stabilität und Bruchfestigkeit. Wegen des hohen Gewichts eignet sich Fiberglas nur für Campingzelte, die nicht beim Trekkin oder auf Radtouren transportiert werden müssen.

Aluminiumgestänge

Aluminium ist leicht, langlebig, einfach zu handhaben und problemlos zu reparieren. Bein hochwertigen Zelten werden gehärtete Alu-Legierungen verwendet, die Stabilität und Elastizität optimal miteinander vereinen.

Stahlgestänge

Familienzelte sind oft groß und müssen trotzdem stabil stehen. Ein starres Stahlgestänge lässt das Hauszelt auch starkem Wind trotzen. Das höhere Gewicht und längere Auf- und Abbauzeiten nehmen routinierte Camper in Kauf.

Luftkammer-Konstruktion

Die neuste Innovation in Sachen Zeltkonstruktion sind Luftkammern, die das herkömmliche Gestänge ablösen. Mit der leistungsstarken Luftpumpe sind die Kammern schnell gefüllt und das lästige Einfädeln herkömmlicher Stangen entfällt.

PRO

CONTRA

Fiberglas – günstig

Fiberglas – höheres Gewicht, brechen leicht, Gefahr von eindringen von Splittern in die Haut bei Alterungsprozess

Stahl – extrem stabil, fast unkaputtbar

Stahl – schwer, längere Aufbauzeit

Aluminium – leich, langlebig, flexibel

Aluminium – teuer

Carbon – extrem stabil

Carbon – sehr teuer, nicht flexibel

Luftkammern – schnell aufzubauen, Reparatur leich möglich

Luftkammern – sehr teuer

Gestänge aus Stahl

Gestänge aus Fiberglas

Robustes und schweres Stahlgestänge eines Outdoorzeltes
Stahlgestänge
Robustes und schweres Stahlgestänge eines Outdoorzeltes
Stahlgestänge
Leichtes Fiberglasgestänge eines Outdoorzeltes
Fiberglasgestänge
Leichtes Fiberglasgestänge eines Outdoorzeltes
Fiberglasgestänge

Wie baut man ein Zelt schnell und sicher auf?

Das ist pauschal schwer zu sagen, da es ja verschiedene Zeltformen gibt. Hier haben wir einmal ein paar Anleitungen zu verschiedenen Zeltarten:

Tunnelzelt

Bei einem Tunnelzelt ist es am besten, das Zelt zunächst einmal plan auszulegen und alles auszubreiten. Dann wird am Boden das Gestänge angebracht, die hinteren Eckpunkte abspannen. Wichtig ist jetzt, dass die Vordertür geöffnet wird, denn ansonsten baut sich im Zelt ein Vakuum auf. Dann wird das Ganze an den vorderen Punkten einfach hochgezogen, ähnlich wie bei einer Ziehharmonika. Anschließend müssen vorne noch die Heringe angebracht und das Zelt abgespannt werden. Der Aufbau eines Tunnelzelts ist relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen. Beachten sollte man, dass man vor dem Anbringen die Heringe die Spannschlaufen auf die größte Stufe stellt. Wenn das Zelt dann steht, kann man es gut an den Eckpunkten nachspannen.

Kuppelzelt

Das Kuppelzelt stellt schon eine etwas größere Herausforderung dar. Hier muss über Kreuz gearbeitet werden mit den Gestängen. Für gewöhnlich wird bei dieser Zeltart zunächst das Innenzelt aufgebaut, dann wird das Außenzelt übergeworfen. Hier ist zu beachten, dass man beim Einfädeln die Gestängekanäle nicht zerstört.

Geodät

Beim Geodät ist es so, dass sich die Gestänge immer zweimal überkreuzen müssen, dies ist schon etwas komplizierter. Bevor man das Zelt aufbaut muss man schauen, wo sich die Gestänge überkreuzen um herauszufinden, mit welchem Gestänge man anfangen muss. Bei diesem Zelt bewahrheitet sich das alte Sprichwort, dass Übung den Meister macht. Hat man diese Zeltart zwei oder drei Mal aufgebaut, stellt der Aufbau kein Problem mehr dar.

Pop-Up Zelt, auch bekannt als Wurfzelt

Dieses Zelt macht seinem Namen alle Ehre, und viele werden es noch unter dem Begriff Wurfzelt kennen, obwohl es offiziell als Pop-Up Zelt bezeichnet wird. Der Aufbau ist hier denkbar einfach, es wird lediglich in die Luft geworfen, und schon steht es so, wie es sein soll. Dies ist natürlich ein klarer Vorteil für dieses Zelt. So praktisch dies auch ist, es gibt auch negative Eigenschaften. Hier ist zunächst einmal das negative Packmaß zu nennen, aber auch der Abbau. So einfach, wie das Zelt aufgebaut ist, kann es aber nicht wieder abgebaut werden.

Dies ist der Grund, warum viele Hersteller diese Zeltart bereits aus dem Programm genommen haben. Immer wieder gab es Reklamationen seitens der Käufer, die das Zelt einfach nicht richtig zusammengelegt bekommen haben. Sehr schnell kam es dann zum Gestängebruch, und auch dieser kann nicht so einfach behoben werden. Der Grund dafür liegt darin, dass bei den Pop-Up Zelten die Gestänge alle vernäht sind, somit kann ein gebrochenes Gestänge nicht einfach ausgetauscht werden. Dies ist der Hauptgrund, warum diese Zelte immer mehr vom Markt verschwinden.

Generelle Tipps zum Zeltaufbau

  • Hat ein Zelt ein Fiberglasgestänge, dann sollte man dieses nicht ziehen, sondern nur schieben, da sonst die Gestänge auseinander gehen können.
  • Wenn man eine Zeltunterlage nutzt, muss diese schon vor dem Aufbau unter dem Zelt liegen, erst dann sollte mit dem Aufbau begonnen werden.
  • Ganz wichtig ist es beim Zelten, dass das Zelt wirklich ordentlich abgespannt wird. Ein Sturm kommt oft sehr plötzlich, und dann bleibt meistens keine Zeit mehr, um hier noch nachzuarbeiten.

Zeltratgeber: Was hat es mit der Wassersäule auf sich?

  Die Wassersäule ist ja ein ganz großes Thema, obwohl es eigentlich gar kein ganz so großes Thema ist. Die Wassersäule wird immer sehr stark überbewertet. Schaut man sich einmal die DIN-Normen in Deutschland na, dann gilt zusammengefasst alles ab 1.500 mm als wasserdicht. Im Vergleich dazu hat ein Regenschirm beispielsweise 800 mm, und da kommt auch kein Wasser durch. Deswegen ist dies eigentlich gar kein so ein großes Thema. Es geht halt auch eher darum, dass die Nähte vertaped sind. Selbst beim besten Material mit einer 10.000er Wassersäule kommt Wasser durch, wenn die Nähte nicht vertaped sind. Deshalb sollte man immer auf die Nähte achten.

  Im Familienzeltbereich bewegen wir uns bei günstigen Zelten um die 2.000 mm, bei teuren Zelten um 3.000 bis 4.000 mm. Schaut man sich aber zum Vergleich ein Trekkingzelt an stellt man fest, dass die wirklich hochwertigen, teuren Trekkingzelte Wassersäulen von 1.500 bis 2.000 mm haben, also wirklich nicht viel. Das Problem ist auch hier wieder, dass die Beschichtung auf dem Material dicker ist, wenn man eine hohe Wassersäule hat, somit ist die Langlebigkeit von dem Zelt nicht so hoch, das Material ist anfälliger. Zum Vergleich dazu jetzt noch ein Baumwollzelt, welches auch sehr oft gekauft wird. Dieses hat gar keine Wassersäule, das Material quillt von alleine auf, dadurch macht es sich wasserdicht.

Allgemein ist die Wassersäulenangabe auch immer ein bisschen höher als ursprünglich angegeben. Dies liegt an der Produktion, der Stoff befindet sich auf großen Rollen und ist ja bereits mit der Beschichtung ausgestattet. Laut der Hersteller ist es so, dass durch das Knicken und Legen in der Produktion die Beschichtung bereits etwas abnimmt. Daher ist der Wassersäulenwert für gewöhnlich immer etwas höher als angegeben.

Wichtig ist zu beachten, dass so eine Wassersäule extrem belastet werden kann, beispielsweise im Bodenbereich, dort gibt es diese Angabe ja auch. Setzt man sich auf den Boden oder wirkt mit dem Knie auf diesen Boden ein, wird die Wassersäule extrem schnell recht hoch belastet. Deshalb sollte man darauf achten, dass im Bodenbereich die Wassersäule etwas höher ist, wenn man wirklich in einer Pfütze steht. Im Außenzeltbereich ist es auch wichtig, dass keine Schränke usw. an die Außenwand kommen, weil dann einfach Druck auf das Material herrscht und die Wassersäule belastet wird.

An sich sollte man wirklich darauf achten, man kann die Wassersäule aber auch ein bisschen vernachlässigen. Wenn man natürlich weiß, dass man in eine Region fährt, wo es jeden Abend regnet, oder wo gerade Regenzeit ist, muss man sich entscheiden: Nimmt man ein teureres Zelt, weil man da eine Gewichtsersparnis hat, oder ein günstigeres Zelt mit einer hohen Wassersäule, das viel schwerer ist. Bei einem Nylonzelt kann man zum Beispiel mit einer geringen Beschichtung arbeiten, dann wird es leichter, aber auch viel viel teurer, das ist die Problematik.
Die Wassersäule des Bodens ist sehr wichtig, hier kann man noch zusätzlich unterstützen, indem man noch eine Zeltunterlage unter das Zelt legt. Alternativ kann man auch im Wohnbereich noch einmal einen Teppich auslegen. Es gibt für fast alle Zelte Zeltteppiche, da die punktuelle Belastung von einem Stuhl oder einem Tisch so stark ist, dass auch bei einer Wassersäule von 10.000 mm, welche die meisten Böden aufweisen, dann wirklich Wasser durchkommen kann. Dem kann man aber durch eine Zeltunterlage oder einen Zeltteppich entgegenwirken.

Zeltreparaturset

Zeltreparaturset

Es ist auch wichtig, die unterschiedlichen Beschichtungen, die es gibt, zu beachten. Beispielsweise hat das silikonisierte Nylonzelt eine besondere Eigenart, bei diesem Zelt halten die Nahtbänder nicht, mit denen für gewöhnlich die Nähte dicht gemacht werden. Darum ist es in diesem Fall sehr wichtig, einen Nahtdichter mitzunehmen, damit kann das Ganze dann noch einmal von innen behandelt werden. Oft ist der Ursprungszustand dann auch so, dass man an den Nähten kleine Löcher sehen kann, durch die teilweise bereits das Sonnenlicht minimal durchscheint. Dann ist es sehr wichtig, dass man, nachdem das Zelt aufgebaut wurde, hier noch einmal nacharbeitet. Nach Abschluss dieser Arbeiten hat man für gewöhnlich eine wasserdichte Sache, die noch dazu sehr langlebig ist.

  • Allgemein sollte man immer wieder einmal die Nähte von innen abdichten, etwas Pflege kann nie schaden.

Eine weitere Frage, die oft gestellt wird, bezieht sich auf die Imprägnierung, oder wie man ein Zelt pflegen sollte. Hier ist es so, dass sich so etwas natürlich auch wieder abwäscht. Hat das Zelt zwei oder drei Mal Regen abbekommen, ist so etwas bei einem Polyesterzelt auch wieder verschwunden. Man kann das in etwa vergleichen mit einer Autopolitur, diese wird mit der Zeit auch wieder matt. Selbstverständlich kann man das immer wieder einmal machen, wenn das Zelt steht kann man einfach noch einmal mit der Imprägnierung darüber gehen. Im Urlaub hat man ja etwas mehr Zeit, da kann man auch das Zelt noch etwas pflegen.

Das passende Zelt finden – gar nicht so einfach

Zelt ist nicht gleich Zelt, es muss entsprechend der jeweiligen Ansprüche ausgesucht werden. Dafür müssen verschiedene Fragen geklärt werden, beispielsweise zur Anzahl der Personen, die in dem Zelt schlafen werden. Und ob das Zelt nur zum Schlafen benutzt wird, oder auch als Wohnraum. Auch die Landschaft und die Klimazone haben einen entscheidenden Einfluss auf den Kauf des passenden Zeltes.

Nur wer über entsprechende Erfahrungen in diesem Bereich verfügt und seine Produkte bestens kennt, kann auch die richtigen Zelte für den Urlaub empfehlen. Dies ist der große Vorteil von doorout.com – wir sind immer bemüht, unsere Produkte auch selbst zu testen. Hier geht es nicht nur um den Aufbau im Geschäft, sondern auch um den Einsatz direkt in der Natur. Nur so können wir beurteilen, ob ein Zelt das hält, was es verspricht. Auch neue Produkte schauen wir uns bei den Herstellern direkt an. Wir empfehlen nur Produkte, zu denen wir eigene Erfahrungen gesammelt haben, und mit denen wir uns auch identifizieren können.

Familienzelte kein Ortswechsel im Urlaub

  • Gewicht nicht so wichtig
  • Stehöhe
  • Stangen können auch aus Stahl sein
  • Lieber etwas größer kaufen, z.B. eine extra Schlafkabine zusätzlich.
  • Auf Komfort achten!

Zeltratgeber: Wie groß sollte ein Zelt sein?

Die Zeltgroesse und der damit verbundene Schlafplatz. Weitere Bereiche je nach Zelt

Das kommt ganz darauf an, für welchen Zweck man das Zelt nutzen möchte. Bei einem Familienzelt sollte man beispielsweise immer eine Person mehr einplanen, als eigentlich in dem Zelt übernachten werden. Dies ist wichtig, um ausreichend Platz zu bekommen, beispielsweise auch für Luftmatratzen und alles andere, was die Camper so mitbringen. Auch beim Zelten sollte ein gewisser Komfort mit eingeplant werden. So sollte man auch darauf achten, ob man vielleicht im Bereich des Vorzeltes kochen möchte. Auch die Region, in der man unterwegs ist, spielt eine Rolle. Regnet es häufig ist es wichtig, dass auch Bereiche zur Verfügung stehen, in denen man geschützt ist, und wo man sich auch einmal etwas länger aufhalten kann. Hier ist es bei der Wahl des Zeltes auch wichtig, auf die unterschiedlichen Bauformen zu achten, ebenso wie auf die Anbauten.

Ist man mit dem Rucksack unterwegs, sollte man unbedingt auf das Gewicht des Zeltes achten. Hier kann jedes Gramm mehr eine große Rolle spielen. Dann sollte das Zelt nach der Anzahl der Personen gekauft werden, die auch im Zelt übernachten werden. Kleine und recht enge Zelte eignen sich hier sehr gut, weil sie für gewöhnlich lediglich zum Übernachten genutzt werden. Diese sind dann entsprechend leichter und einfacher zu transportieren als größere Zelte.

Zelt Produkttest – Video

MSR Hubba Bubba NX Trekkingzelt
MSR Hubba Bubba NX Trekkingzelt
HighPeakAeros3_0Vampingzelt
High Peak Aeros 3.0 Campingzelt
colemanCaucasus3Trekkingzelt
Coleman Caucasus 3 Trekkingzelt

Zeltratgeber: Worauf schläft man am besten in einem Zelt?

Outwell Luftmatratze

Grundsätzlich ist das immer eine Geschmackssache, dennoch kann man gut zwischen drei Sachen unterscheiden. Da gibt es zum einen das Feldbett, dann die selbstaufblasende Matratze und die Luftmatratze. Hier kommt es ganz darauf an, was man bevorzugt. Beim Feldbett ist es so, dass dieses ein sehr hohes Packmaß hat. Es nimmt im Zelt sehr viel Platz in Anspruch, da Feldbetten immer sehr hoch sind von der Sitzhöhe her, daher ist es eher weniger geeignet.

Im Bereich der Familienzelte werden gerne Luftmatratzen genutzt, die man mit einer Pumpe aufblasen muss. Zu beachten ist, dass eine zusätzliche Pumpe benötigt wird. Aber es gibt auch ein Contra bei der Luftmatratze, gerade bei den Doppelluftmatratzen ist es so, dass der eine sich auf seiner Seite bewegt, und der andre spürt es, das ist wie ein Schaukeln, was sehr störend sein kann. Allerdings liegt man aber sehr schön hoch.

Am meisten werden die selbstaufblasenden Matten genommen, weil diese sich wirklich selbst aufblasen, man braucht in diesem Fall keine zusätzliche Pumpe. Diese selbstaufblasenden Matten gibt es ganz vielen unterschiedlichen Stärken. Dies beginnt bei 2,5 Zentimeter für all diejenigen, die sehr auf das Packmaß und das Gewicht achten müssen, wobei hier der Schlafkomfort natürlich nicht sehr hoch ist. Im Bereich Familienzelt schaut man dann schon, dass man eine 10 Zentimeter Matte hat, die sind dann auch wirklich sehr weich, und man schläft eigentlich wie auf einer richtigen Matratze zu Hause.

Dafür gibt es auch noch besondere Schäume, die auch wirklich sehr komfortabel sind und sich dem Körper anpassen. Es gibt aber auch Luftmatratzen, die sehr dünn sind. Diese sind gerade bei den Extremen sehr beliebt. Allerdings hat man da immer den Nachteil, dass die Wärmeisolierung, der sogenannte R-Wert, sehr gering ist. Dem hat man jetzt entgegengewirkt, indem man eine Daunenfüllung in die Matten eingearbeitet hat, dadurch wird eine höhere Wärmeisolierung erreicht. Dies sorgt dafür, dass derjenige, der auf der Luftmatratze schläft, nicht so schnell auskühlt.

Hier gibt es dann noch unterschiedliche Varianten mit verschiedenen Strukturen, der Bereich ist bereits sehr hochwertig geworden. Das ist dann natürlich auch eine Frage von Kosten und Gewicht, beides spielt gerade im extremen Bereich eine wichtige Rolle.

Im Familienzeltbereich sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel Kälte vom Boden bekommt, da diese natürlich durch die Matratze durchkommt. Ein kleiner Tipp, man kann sich hier auch behelfen, indem man einen kleinen Teppich unterlegt, oder auch die Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten. Dies hält warm, und die Kälte aus dem Boden kommt gar nicht erst hoch. Allgemein kann man auch ein Feldbett und eine kleine selbstaufblasbare Matte kombinieren, wobei hier oft das Problem besteht, dass die Schlafkabinen wirklich teilweise zu klein sind. Dies wird sich im nächsten Jahr bei vielen Zeltmodellen ändern, so dass dann mehr Länge vorhanden ist.

Es hat sich also vieles getan, man schläft nun nicht mehr wie zu früheren Zeiten auf einer einfachen Isomatte mit anschließenden Rückenschmerzen, sondern kann auch schon recht komfortabel, wie in einem Hotel auch, mit der richtigen Unterlage bei einem Zelturlaub sehr gut schlafen.

Was muss beim Zelten beachtet werden?

  • Zunächst einmal ist es wichtig, beim Aufbau auf die gewählte Lokalität zu achten. Man sollte nicht unter großen Bäumen campen, dort könnten Äste herunterfallen. Auch die Harzflecken, die dort entstehen können, sind nur sehr schwer wieder zu entfernen. Ein gutes Beispiel ist hier Kroatien, zeltet man dort unter den Pinienbäumen, wird man sehr viel Harz auf dem Zelt haben, das man dann fast gar nicht mehr entfernen kann. Dann kann man sich aber behelfen mit einem Tarp, das man einfach über das Zelt zieht. Mittlerweile gibt es bei Outwell auch sogenannte Roof-Protector, das ist dann noch ein zusätzlicher Dachschutz.
  • Bevor man ein Zelt aufbaut, sollte man sich natürlich auch den Untergrund anschauen, dort sollten keine sehr spitzen Steine herumliegen. Hier muss man nur ein wenig aufräumen, damit man eine plane Unterfläche bekommt. Man sollte auch darauf achten, dass sich dort keine große Wasserlache bilden kann. Es sollte dort ein wenig Drainage sein, so dass das Zelt nicht direkt im Wasser steht, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Man sollte auch bei der Zeltform darauf achten, aus welcher Richtung der Wind kommt. Ein Tunnelzelt sollte man nicht seitlich in den Wind stellen, sondern besser mit der kleinen Seite, weil da die angreifbare Windfläche nicht so groß ist. Morgens sollte das Zelt richtig durchgelüftet werden, damit das ganze Kondenswasser einmal richtig rausgeht, so erhält man wieder ein richtig schönes Klima im Zelt, und es kann sich nicht irgendwo Schimmel unter einem Teppich oder Schrank bilden. Das sind Aspekte, die man beachten sollte.
  • Ebenfalls sehr wichtig: Wenn man im Ausland auf den Campingplätzen unterwegs ist, sollte man sich vorher auch einmal die Größe des Campingplatzes oder der Parzelle anschauen, weil es doch oft vorkommt, dass die Plätze zu klein für das riesengroße Familienzelt sind. Da sollte man sich vorher auf jeden Fall informieren, wie viel Platz man dort wirklich hat.
  • Ein wichtiger Punkt ist auch bei den Zelten, dass es in einem solchen Polyesterzelt zu einer extremen Hitzeentwicklung kommt, daher muss auch für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden. Es sollte möglichst viele Gelegenheiten geben, dass der Wind richtig durch das Zelt ziehen kann. Darum sollte auch darauf geachtet werden, dass die große Fensterfront, die man belüften kann, nicht vor einer Zeltwand steht. Es ist sehr wichtig, auf die richtige Ausrichtung des Zeltes zu achten. Selbstverständlich sollten auch alle Eingänge problemlos genutzt werden können. Auf diese Details sollte man achten, wenn man vernünftig und mit viel Komfort zelten möchte.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, dass man vor dem Antritt des Campingurlaubs das Zelt zu Hause noch einmal aufbauen sollte. Es ist wichtig zu kontrollieren, dass man wirklich alle Teile, die man für das Zelt braucht, zur Hand hat, Oft fahren Leute in den Urlaub und merken dann dort, dass beispielsweise ein Gestänge fehlt oder ein Hering, darum besser vorher noch einmal kontrollieren, ob alles dabei ist.
  • Ein ganz wichtiger Punkt beim Zelten sind auch die Abspannleinen Es reicht nicht aus dass man diese ordentlich spannt wenn man das Zelt aufbaut, sondern man muss auch während des Campens diese Abspannleinen immer wieder einmal kontrollieren. Je nach Witterung wie Sonne, Wind und Regen dehnt sich das Zeltmaterial noch einmal aus, oder es zieht sich zusammen. Wenn das Zelt beispielsweise nachts feucht wird, dehnt sich das Material aus. Dann müssen die Abspannleinen nochmal etwas nachgespannt werden. Wenn dann mittags die Sonne auf das Zelt scheint, müssen die Abspannleinen wieder etwas mehr Luft bekommen. Ansonsten kann es durchaus passieren, dass das Material irgendwann reißt. Je nach Witterung sollte man immer einmal um das Zelt herumlaufen und die Abspannleinen kontrollieren. Je nach Bedarf sollten diese dann noch einmal nachgespannt werden, oder man gibt ihnen etwas mehr Seil. Dies sollte man immer etwas im Auge behalten während der gesamte Zeit.

Wie liest man eine Wanderkarte?

Für das Lesen einer Wanderkarte ist es sehr wichtig, dass die Karte richtig eingenordet wird. Dies bedeutet, dass der Norden auf der Karte auch in Richtung des richtigen Nordens gehalten werden muss. Für gewöhnlich ist Norden auf einer Karte immer oben, Süden unten, Westen links und Osten rechts. Man kann sich beispielsweise am Stand der Sonne orientieren, diese steht morgens im Osten, mittags im Süden und abends im Westen. Im Norden taucht sie gar nicht auf. Oft helfen auch Orientierungspunkte weiter, so wie beispielsweise in der Rhön die Wasserkuppe oder die Milseburg. Dann kann man die Karte so ausrichten, dass sich die Berge auf der Karte an derselben Stelle befinden wie in Wirklichkeit. Die beste Möglichkeit der Orientierung ist ein Kompass. Bei diesem zeigt die Nadelspitze immer nach Norden. Diesen Kompass legt man dann auf die Karte und dreht diese so lange, bis sich der Norden der Karte an derselben Stelle befindet wie die Spitze der Kompassnadel. Ein Kompass ist immer einsetzbar, egal ob Tag oder Nacht, bei Regen oder Nebel, damit kann man immer eine Karte lesen.

Unterschiede zwischen teuren und günstigen Zelten

Außenmaterial

Polyester

Den größten Unterschied macht hier das Außenmaterial aus, hier stehen Polyester, Nylon und Baumwolle zur Auswahl. Der Polyesterbereich ist hier die günstigste Variante, obwohl es bei diesem Material auch noch Unterschiede gibt. Hier sind die Einsteigermodelle wirklich nur mit einem billigen Polyestermaterial ausgestattet. Dieses ist sehr dünn und verfügt meistens nur über eine nicht sehr hochwertige Beschichtung. Allerdings gibt es auch Familienzelte, die durchaus um die 2.000 Euro kosten können, und die dennoch auch mit Polyestermaterial ausgestattet wurden. Dieses ist dann aber im Vergleich zum Material des Einsteigermodells viel dichter gewebt, es wurde ein stärkerer Faden genutzt, und auch die Beschichtung ist viel hochwertiger als bei den günstigen Polyesterzelten.

Nylon

Nylon ist dagegen schon ein sehr technischer Stoff, der extrem teuer ist. Dafür ist er dann auch sehr leicht, und genau das ist sein großer Vorteil.

Baumwolle

Im Bereich Familienzelt dominiert eindeutig der Baumwollstoff. Dieser ist verglichen mit Polyester aber auch doppelt so teuer. Weiterhin spielt die Webdicke, mit der gearbeitet worden ist, eine wichtige Rolle. Je mehr Faden pro Zentimeter genutzt wurde, desto teurer ist das Material dann auch. Hier muss aber auch noch die Beschichtung beachtet werden, die das Baumwollzelt noch einmal teurer macht als das Nylonzelt. Der Stoff muss silikonisiert werden, hier wird dann noch unterschieden, ob der Stoff nur auf der Außenseite silikonisiert wird, oder auf der Außen- und der Innenseite.

Details

Weiterhin sind auch noch kleinere Details sehr wichtig, ist beispielsweise ein Reißverschluss vorhanden, aus welchem Material besteht dieser und welche Stärke hat er? Zudem ist es teilweise auch so, dass in Bereichen mit extremer Beanspruchung, so wie im Trekkingzeltbereich, auch etwas mit LKW-Plane gearbeitet wird. Damit werden extrem beanspruchte Stellen noch einmal zusätzlich verstärkt. Je mehr Arbeitsschritte ein Zelt benötigt, umso hochwertiger und dementsprechend auch teurer ist es letztendlich.

Gewicht

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Gewicht. Während ein Nylonzelt oder ein Polyesterzelt nur ein sehr geringes Gewicht aufweisen, ist ein Baumwollzelt sehr schwer, denn Baumwolle ist ein sehr massiver Stoff, der allerdings auch wieder seine Vorteile hat. Baumwolle hält das UV-Licht viel besser aus, gegen die Sonneneinstrahlung ist dies das beste Material, das auch am langlebigsten ist.

Ausstattung eines Familienzelts

Im Familienzeltbereich ist auch die Ausstattung des Zelts ein Merkmal, das sich auf den Preis ausschlägt. Bei den teuren Varianten ist oft eine Kabeldurchführung mit integriert, oder das Zelt verfügt über Organizerfächer oder eine Trocknungsstange. Diese geht quer über das Dach und ist bestens zum Trocknen von Wäsche so wie Handtüchern geeignet. Bei den teuren Zelten ist es auch so, dass bei fast allen Außentüren Fliegengitter verarbeitet ist. Bei den günstigen Zelten ist dies nicht der Fall, hier wird höchstens einmal bei einer Tür mit Fliegengitter gearbeitet. Die teureren Zelte haben zudem den Vorteil, dass man die Fenster noch zusätzlich abdichten kann mit einem Vorhang, so kann man die Fenster auch blickdicht machen. Dies sind nur ein paar der Features, die teurere Zelte bieten.

Ausstattung eines Familienzelts

  Insgesamt kann man sagen, dass die teuren Zelte einfach komplett gut ausgestattet sind mit sämtlichen Feinheiten. Bei den günstigen Zelten ist dies eher weniger der Fall. Zudem sind die teuren Varianten auch von der Haltbarkeit her viel langlebiger, dies liegt am besseren Material und auch an der besseren Beschichtung. Es kann durchaus sein, dass ein teures Familienzelt zwischen 8 und 15 Jahren hält, während ein günstiges Zelt bereits nach 3 bis 5 Jahren ausgetauscht werden muss.

  Ein weiterer Unterschied ist auch die Bodenplane, die bei den günstigen Zelten in den meisten Fällen lediglich eingelegt oder eingehangen ist. Bei den teureren Zelten ist es so, dass die Bodenplane fest eingenäht oder auch eingezippt ist. Dies hat den Vorteil, dass kleine Tierchen nicht hineingelangen können, und auch die Feuchtigkeit bleibt draußen. Bei den günstigen Zelten mit einer eingelegten Bodenplane ist es so, dass das Wasser auch durchaus einmal ins Zelt laufen kann wenn es stark regnet und man beispielsweise auf einer kleinen Schräge steht.

Fazit:

  Die Belastungsmöglichkeiten, die man hat, sind einfach in der höheren Preisklasse viel besser. Sie halten die Sonne und andere Belastungen viel besser aus, weil das Grundmaterial einfach hochwertiger ist.

Teure Zelte

  • Komplett ausgestattet mit vielen Extras
  • Hohe Haltbarkeit
  • Sehr langlebig
  • Hochwertiges Material
  • Hochwertige Beschichtung
  • Eingenähte Bodenplane

Billige Zelte

  • Sehr wenige oder gar keine Extras
  • Geringe Haltbarkeit
  • Nicht sehr langlebig
  • Einfaches Material
  • Einfache Beschichtung
  • Bodenplane eingelegt oder eingehangen

Wild zelten in Deutschland

Vom sanitären Standpunkt aus eignet sich hier sehr gut die Variante des berühmten Klappspatens, den man ja von der Bundeswehr her kennt. Allerdings sind dem Ganzen hier keine Grenzen gesetzt. Auf Campingplätzen ist die sanitäre Ausstattung heute bereits auf einem sehr hohen Level mit WLAN und vielem mehr. Selbstverständlich gibt es auch noch Campingtoiletten, die man zusätzlich kaufen kann. Es gibt auch Zelte, die einen kleinen separaten Raum haben, den kann man dann auch als Toilette nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich hier auszustatten, es kommt immer darauf an, wie viel Geld man ausgeben möchte und was einem wichtig ist und auch, wie pingelig man in diesem Bereich ist.

Vom sanitären Standpunkt aus eignet sich hier sehr gut die Variante des berühmten Klappspatens, den man ja von der Bundeswehr her kennt. Allerdings sind dem Ganzen hier keine Grenzen gesetzt. Auf Campingplätzen ist die sanitäre Ausstattung heute bereits auf einem sehr hohen Level mit WLAN und vielem mehr. Selbstverständlich gibt es auch noch Campingtoiletten, die man zusätzlich kaufen kann. Es gibt auch Zelte, die einen kleinen separaten Raum haben, den kann man dann auch als Toilette nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich hier auszustatten, es kommt immer darauf an, wie viel Geld man ausgeben möchte und was einem wichtig ist und auch, wie pingelig man in diesem Bereich ist.